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Mit der kalten Jahreszeit rückt für viele Unternehmen der Kostenfaktor Heizung wieder in den Mittelpunkt des Interesses. Schlecht oder überhaupt nicht gewartete Heizungsanlagen, nicht geschlossene Tore und falsche Raumfeuchtigkeit lassen die Kosten für die Erwärmung von Büros und Produktionshallen stark ansteigen. Kapital, dass besser für Investitionen genutzt werden kann, wird so unnötig verbraucht. Mit Hilfe einfacher Maßnahmen können Sie die Heizkosten meist selbstständig und kurzfristig reduzieren.

Tipps: Heizung optimieren

    1.  

      Reduzieren Sie die Feuerungsleistung Ihres Brenners

      Passen Sie die Brennerleistung an den tatsächlichen Wärmeleistungsbedarf an, So senken Sie die Abgastemperatur Eine zusätzliche Effizienzverbesserung wird durch die erhöhte Brennerlaufzeit und die abnehmende Takthäufigkeit erzielt. Eine Anpassung der Brennerleistung erfolgt durch die Reduktion des Öldurchsatzes sowie durch Einregulierung der Verbrennungsluft.

      Anpassen der Raumluftbefeuchtung an den Bedarf
      Passen Sie die Raumluftbefeuchtung Ihrem Bedarf an!

      Reduzieren Sie im Winter die Raumluftfeuchte auf 25 Prozent. Durch das weit reichende Behaglichkeitsfeld des Körpers wird bei einer Temperatur von 20 Grad die gefühlte Wärme weiterhin als angenehm wahrgenommen.

    2. Passen Sie die Heizungszeiten an ihre Nutzung an

      Senken Sie außerhalb der Nutzungszeiten den Heizbetrieb. Die Einstellungen sind gebäude- oder strangweise zu optimieren, da sie für jede Regelung getrennt sind. Bei einer konventionellen Heizkreisregelung, die außentemperaturgeführt ist, müssen Sie bei der Eingabe die Aufheiz- und Abkühlphasen berücksichtigen und ausreichend lange vor Nutzungsbeginn bzw. Nutzungsende einsetzen.  Der tatsächliche Heiz- und Abschaltbeginn kann von einer Optimierungsregelung mit Referenzraumaufschaltung selbst errechnet werden.

    3. Bringen Sie Dichtungen an

      Durch Anbringung bzw. Ersatz von Dichtungen an Fenstern und Türen werden Undichtigkeiten behoben. Gerade bei alten Fenstern sind Gummiabdichtungen defekt oder gar nicht vorhanden Zusätzlich sollten Sie die Fugen-Undichtigkeiten an Fenstern reduzieren und die Gebäudehülle auf Undichtigkeiten im Bereich von Bauteilanschlüssen prüfen.

       

    4. Setzen Sie eine Heizkreisoptimierungsregelungen ein

      Bei der Optimierungsregelung werden zusätzlich zu den Führungsgrößen einer konventionellen Heizkreisregelung , also neben der Außentemperatur auch noch die Raumtemperatur eines Referenzraumes sowie verschiedenen meteorologische Parameter berücksichtigt. Die Vorlauftemperatur kann so bestmöglich an den aktuellen Bedarf angeglichen werden.

    5. Passen Sie die Luftmenge an den Bedarf an

      Passen Sie die Lüftungsanlagen für die hygienisch erforderlichen Außenluftmengen den aktuellen Nutzungsgraden an. So muss unnötig eingeführte Kaltluft nicht zusätzlich erwärmt werden.

    6. Passen Sie die Heizkreistemperaturen an

      Ist die Vorlauftemperatur zu hoch eingestellt, verursacht dies überflüssige Verteilungsverluste. In vielen Fällen ist die Heizkurve zu schwach eingestellt. Dies führt an mäßig kalten Tagen zu überhöhten und an sehr kalten Tagen zu unzureichenden Raumtemperaturen.

    7. Setzten Sie Abgaswärmetauscher ein

      Kesselabgase werden über einen nachgeschalteten Wärmetauscher geleitet. Sie werden dabei unter die Kondensationstemperatur abgekühlt. Die sensible Wärme der Abgase sowie ein Teil der Kondensationswärme lässt sich gut dazu nutzen, das Kesselwasser vorzuwärmen. Es werden entsprechende hydraulische Schaltungen auf der Erzeuger- und Verbraucherseite erfordert, um den Abgaswärmetauscher mit möglichst tiefen Rücklauftemperaturen zu betreiben. Durch einen Abgaswärmetauscher ist eine Nachrüstung von Brennwertnutzung bei konventionellen Heizkesseln durchführbar. Da das anfallende Kondensat, besonders beim Einsatz von Heizöl, aggressiv ist, ist der Einsatz geeigneter Materialien für die Abgasanlage erforderlich.

    8. Begrenzen Sie die Thermostatventile

      Begrenzen Sie den Einstellbereich an den Thermostatköpfen mit Hilfe eines Einsatzes. Dadurch wird eine Raum-Überheizung durch Nutzereingriffe verhindert. Thermostatventile, die nur durch Betriebspersonal verstellt werden können, kann man in Technikzentralen, Treppenhäusern und sonstigen Nebenräumen verwenden. Die thermostatische Regelfunktion bleibt damit voll erhalten.

    9. Rüsten Sie die Thermostatventile nach

      Interne und externe Wärmegewinne durch beispielsweise Beleuchtung oder Sonneneinstrahlung führen bei alten, konventionelle Heizkörperventilen zu Raum-Übertemperaturen, da eine automatische Temperaturerkennung hier nicht erfolgen kann. Tauschen Sie daher veraltete Thermostatventile gegen neue mit Fühlern auf. So vermeiden Sie unnötige Heizkosten.

    10. Reduzieren Sie die Kesselwassertemperatur

      An die maximal benötigte Vorlauftemperatur der Verbraucher sollte die eingestellte Kesselwassertemperatur eingestellt werden. Die Abgas- und auch die Bereitschaftsverluste der Kesselanlage werden durch eine Reduzierung der Kesselwassertemperatur vermindert. Dabei sind dringend die Herstellerangaben zu beachten.

    11. Bereiten Sie im Sommer die Heizsaison vor

      Lassen Sie Ihre Heizungsanlage vor der Heizperiode durch einen Fachmann überprüfen und tauschen Sie veraltete Anlagen rechtzeitig aus. Bei Inbetriebnahme achten Sie darauf, dass die Heizkörper zu Beginn der Heizungsperiode regelmäßig entlüftet werden und der Wasserdruck in der Anlage ausreichend ist.